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von Roman Oberlojer am 05.12.2016 geschrieben
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Anwaltschaft für Menschen mit Behinderung - 8. Landesenquete

Die 8. Landes-Enquete mit ca. 450 Besucher - © Roman Oberlojer© Roman Oberlojer

Die 8. Landes-Enquete mit ca. 450 Besucher

Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung 2017. Das die Würde, die persönlichen Rechte und das persönliche Wohlergehen jeden Menschen betreffen, soll mit dem Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung erinnert werden.

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Die Erarbeitung der Maßnahmen zu den 9 Leitlinien

  1. Umfassende Barrierefreiheit
  2. Berufliche Karriere (Laufbahn)
  3. Sensibilisierung und Öffentlichkeitsarbeit
  4. Bildung
  5. Gesundheit und Gewaltschutz
  6. Gleichstellung
  7. Selbstbestimmtes Leben
  8. Teilhabe am gesellschaftlichen Leben
  9. Daten und Statistik

sind mit Juli dieses Jahres abgeschlossen worden. Insgesamt wurden ca. 73 Maßnahmen erarbeitet, einige davon wurden und werden bereits umgesetzt. Der LEP (Landesetappenplan) wurde bei der 8. Landesenquete der Anwaltschaft für Menschen mit Behinderung im Casineum in Velden dem Fachpublikum und Betroffenen offiziell vorgestellt.

Interessante Einblicke, Information und Details von den Fachreferenten. Der Kärntner Landesetappenplan von der Entwicklung bis zu den Maßnahmen; vorgetragen von: Mag.a Sigrid Samm, LEP-Projektleiterin, Barbara Werner, LEP-Projektteam, Dr. Thomas Stenitzer, LEP-Projektteam

Ganz klar ist formuliert, dass die betroffenen Menschen mit Behinderung ein selbstbestimmtes Leben führen können, müssen und sollen. Der internationale Tag der Menschen mit Behinderungen soll auf entsprechende Nachteile betroffener Person aufmerksam machen.

Detail am Rande: ... eine Rollstuhlfahrerin schildert, dass sie bis zu neun (9) AssistentInnen pro Monat managt und organisiert, um ihr selbstbestimmtes Leben zu meistern, die Wege zwischen Wohnung, Universität, Freizeitgestaltung, Kochen und vieles mehr,  kann sie mit der "Assistenz" erledigen. Diese AssistentInnen sind u.a. oft Kommilitonen welche alle einen Gehalt beziehen und steuerrechtlich angemeldet sind!

In der Podiumsdiskussion mit Vertretern der Politik, Projektbeteiligten, Volksanwaltschaft und Interessens-vertreterInnen, waren aus dem Publikum ganz klare Stellungnahmen zu hören. Es ist absolut nicht glaubwürdig, dass kein Geld vorhanden sein soll, wenn es sich die Politik und der öffentliche Dienst mit Gehaltserhöhung richtet. Das  Projekte über ganz Kärnten abgestimmt werden sollen und nicht nur in einzelnen Gemeinden als Vorzeigeprojekt.  Eine weitere klare Frage: "Wann gibt es endlich mehr Geld für unsere Arbeit" ?

 

Elternsprecherin der 4-Jahreszeiten Steinfeld - © Roman Oberlojer© Roman Oberlojer

Elternsprecherin der 4-Jahreszeiten Steinfeld

Die Elternsprecherin der Tagesstätte 4-Jahreszeiten Steinfeld (Elisabeth Oberlojer) hat eine Information aus dem Büro der Landesrätin vorliegen. Wo nach dem Wunsch von  Eltern und Geschwistern  der betroffenen behinderten Familienmitgliedern ein "betreutes Wohnen" ein absoluter Bedarf vorhanden und  mehr als notwendig ist, negativ beantwortet wurde.

Bei der Podiumsdiskussion von der Elternsprecherin damit konfrontiert, bestätigte die Landesrätin über das Mikrofon; .... WIR haben im Büro und vor Ort so entschieden. Die Klienten sollen sich in der Stadt Spittal bei Bedarf dafür anmelden, hier wird ähnliches gebaut!  Die Eltern wehren sich dagegen und wollen sich ihre integrierten behinderten Familienmitglieder nicht aus der örtlichen Dorfgemeinschaft reisen lassen.

Die politische Entscheidung wird hier ganz klar am Thema vorbei gemacht.

Frau Landesrätin kennen Sie den Wortlaut?  ... deshalb lautet der Grundsatz der UN-Konvention: "Nicht ohne uns über uns" ...

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Diskussion
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Bravo Lissy dass du Dich für Behinderte und arme einsetzt und Steinfeld soll froh sein dass es Dich gibt! Lei so weiter!

Rudi Holzfeind
11:43 - 07.12.2016
geschrieben auf www.steinfeld.newsantworten
Armin Kircher

Ich hatte die Ehre, bei der 8. Landesenquete im Casineum Velden dabei sein zu dürfen. Als selbst betroffener war dieser Tag für mich sehr informativ und ich durfte auch sehr engagierte Menschen mit Herz für behinderte/beeinträchtigte Personen kennen lernen. Die liebe Politik sollte sich in absehbarer Zeit wirklich mal ernsthafte Gedanken darüber machen und nicht einfach nur kommunizieren, es sei kein Geld vorhanden. Ich würde mich als Politiker zu dieser Aussage nicht hinreißen lassen, wenn ich selber genau weiß, wie viel ich verdiene!! Und die Aussage der Frau Landesrätin war für mich auch nicht nachvollziehbar. Dass diese Entscheidung im Büro gefallen ist, kann ich mir schon gut vorstellen, doch ob man vor Ort auch so entschieden hätte? Zum Schluss noch ein herzliches Dankeschön für diesen informativen Tag und an Frau Mag. Isabella Scheiflinger (Behindertenanwaltschaft) + Team für Ihre tolle Arbeit für Menschen mit Behinderung.

Armin Kircher
20:48 - 15.12.2016
geschrieben auf www.steinfeld.newsantworten