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von Walter Widemair am 17.04.2016 geschrieben
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Sitzstreik mit Happy End?

Fotobearbeitung oder Blick durch die rosarote Brille? - © privat© privat

Fotobearbeitung oder Blick durch die rosarote Brille?

12. April 2016, Gemeinde Irschen ... B 100 ... am späten Nachmittag sitzen mehrere afghanische Flüchtlingsfamilien direkt vor dem „Rupertihof“ auf der Straße ... sie protestieren gegen (ihrer Ansicht nach nicht mehr ertragbare) Missstände hinsichtlich Verpflegung, Sauberkeit und Respekt in der persönlichen Behandlung ... Polizei ist vor Ort ... der Wirbel löst sich auf ... 2 „federführende“ Familien werden verlegt ... Ruhe kehrt ein ... hoffentlich!

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GROSSARTIG ...
... bereits 1 Tag später ... Verantwortliche von Politik, Flüchtlingsreferat, Polizei, die Regionalbetreuung und der Quartiergeber beraten stundenlang ... beneidenswertes Sozialengagement des Komitees "Irschen hilft" ... neuer Speiseplan mit Asylwerbern als Mitköchen ...... erster Deutschunterricht ... Einbindung der Flüchtlinge in die Freizeitgestaltung ... Kleider- und Geldsammlungen ... viele Missverständnisse sind aus dem Weg geräumt (siehe: Pirker, Martina: Ruhe nach dem Sitzstreik in Irschen. In: Kronenzeitung, 15. 04. 2016, S. 29) ... der "Irschener Weg" wird zum Vorzeigeakt gegenwärtiger Problembewältigung bei den Themen Asyl und Integration.

EIGENARTIG ...
... finden weniger gutmenschlich eingestellte Zeitgenossen den Sitzstreik der Afghanen. Eine ältere Dame erzürnt: "So einfach geht des heut: setz Dich auf die Straße und protestier’, wenn Du mehr Geld, eine schönere Unterkunft und ein besseres Essen erzwingen willst! Mit ‚Kind und Kegel’ sind die da ausgerückt, weil ihnen unsere Verpflegung zu schlecht ist und weil ihnen langweilig ist! Dabei hat der Vermieter zu mir gesagt, dass er ohnehin schon zwei Mal Fisch in der Woche kocht. Die wollen aber das essen, was sie von daheim gewöhnt sind. Eine absolute Sauerei, sag ich, eine Sauerei! Die sollen froh sein, dass sie ruhig schlafen können, nicht so, wie bei ihnen daheim! ... Ich mach’ mir einfach große Sorgen um unsere Heimat und unsere Kinder. Viele von uns haben Angst, aber laut reden drüber trauen sich momentan noch die allerwenigsten ... auch aus Angst!" 

BLITZARTIG ...
... soll laut Darstellung selbiger Beobachterin eine ganz andere Situation im Flüchtlingsquartier beim "Irschener Hof" "bereinigt" worden sein: "Wie eine schwangere Frau von denen kürzlich dringend entbinden hat müssen, hat ihr Mann die Rettungsleut’  net zu ihr lassen. Kein anderer Mann dürft’ seine Gattin angreifen, hat er g’sagt, und dann hat man aus Irschen eine Frau holen müssen ... zum Helfen ... die Schwangere hat man mit dem Hubschrauber weg ... und die Rettung war umsonst da!"

GUTARTIG ...
... und durchwegs amikal gesinnt scheint die rot-weiß-rote Gesetzeslage den Sitzstreikern vom Kräuterdorf. Die Rede ist von Verwaltungsstrafen, schriftlichen Verwarnungen, Ermahnungen ... dafür gibt es die "ersessenen" neuen Rechte: die gewünschte Umquartierung ... Richtung Selbstversorgung ... mit Speisen, die man gewohnt ist ... im Kreis von Leuten, die einen respektvoll genug behandeln.

FREMDARTIG ...
... finde ich persönlich die jüngste Entwicklung im Umgang mit dem gesamten Thema Asyl. Oder bin ich nur zu skeptisch, zu kritisch, wenn ich frage: Wieviele kommen noch? Und von woher kommen sie? Was wird sein, wenn sie immer mächtiger werden, mehr und mehr Rechte für sich in Anspruch nehmen wollen? Was werden wir tun, wenn wir draufkommen, dass man "zu gut" zu ihnen war und zu blauäugig an ein Integrationsmärchen glaubte? Was tun wir gegen die fast täglichen Verbrechen, zunehmenden Vergewaltigungen? Was dann, wenn Kirchen leer und Moscheen voll sind, wenn die Bibel dem Koran weichen muss und Ostern und Weihnachten nicht mehr sein dürfen? ... wenn die Anderen vor uns Arbeit bekommen? Was werden wir unseren Kindern antworten, wenn sie uns fragen, warum wir nicht mehr für unsere eigene Welt und alles, was uns gemeinsam zu glücklichen, freien Menschen in ihr macht, getan haben? Was wird die Ausrede sein, warum wir unsere Heimat verantwortungslos Anderen überlassen haben? Was werden wir alle tun, wenn wir uns getäuscht und auf die falschen Berater gehört haben? ... wenn es zu spät ist? ... für wirksame, neue Gesetze und deren verantwortungsbewusste Handhabung? ... und die Rettung unserer Wertewelt?

3 Gebäude ... wieviele Welten? - © privat© privat

3 Gebäude ... wieviele Welten?

GROSSARTIG ...
... und beneidenswert entschlossen haben die IrschenerInnen ihr hauseigenes Problem beim Schopf gepackt, Solidarität und Mitmenschlichkeit nicht nur gepredigt, sondern rasch, unbürokratisch, mutig und glaubwürdig umgesetzt. Hoffen wir gemeinsam, dass sie und auch wir nie die Kehrseite der Willkommensmedaille zu spüren bekommen und die "Ruhe nach dem Sitzstreik in Irschen" keine "Ruhe vor dem Sturm" ist.

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SCHLAGARTIG ...
... scheinen sich die afghanischen Gäste vom Sitzstreik-Wirbel erholt zu haben. Dementsprechend eine letzte Meldung, die mich gerade erst per E-Mail erreicht hat: "Radfahrer berichten von Partystimmung in der Nähe des ‚Rupertihofes’ unter der Draubrücke, im Wald gleich daneben ... alles und vieles wird hier gegrillt und gebraten ... die ‚Radfahrer’ haben sich nicht wirklich wohl gefühlt auf diesem Abschnitt!"

Quelle

Walter Widemair
Josef-Fräß-Ehrfeldstr. 4
9754 Steinfeld

Telefonkontakt: 0650/2044 244

E-Mail: 22011958ww@gmx.at

 

 

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Diskussion
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Sehr geehrter Herr Widemair, es geht mir in meiner Stellungnahme nicht darum, gegen oder für die Flüchtlingspolitik zu intervenieren, es geht mir um die Frage, ob Sie sich Ihrer grundsätzlichen Verantwortung in erster Linie als Mensch und möglicherweise als Parteimitglied bewusst sind. Sie berufen sich auf Aussagen von Menschen, die nicht bereit sind ihre Meinung mit eigenem Namen zu unterschreiben. Schon diese Tatsache lässt genügend Spielraum für Missbrauch und die eigene Darstellungsweise, die Sie in diesem Bericht ja ungehemmt ausleben. Genau diese Argumente verwenden Sie dann dafür, Ihre persönliche Wahrnehmung zu unterstreichen, die möglicherweise von einer politischen Gesinnung bestärkt wird ... und das in jeder Zeile Ihres Schreibens. Ihr Bericht hat im Entferntesten nichts mit einer seriösen Berichterstattung zu tun. Ich gehöre keiner Partei an und werde das auch aus Gründen der Befangenheit in Zukunft tunlichst vermeiden. Ich habe mich aber bezüglich der aktuellen Situation informiert und überzeugt, kenne die Gegebenheiten vor Ort aufgrund der Tatsache, dass ich mich persönlich damit konfrontiere und auseinandersetze - was Sie offensichtlich nicht getan haben. Ich bitte deshalb Sie und andere, die so wie Sie, leichtfertig und unwissend über brisante Themen auf öffentlichen Plattformen schwätzen und polarisieren um Folgendes: "Wenn du das Leben begreifen willst, glaube nicht, was man sagt und was man schreibt ... aber beobachte gut, und denke nach!" Kleiner, persönlicher Nachsatz von mir: ... und missbrauche vor allem nicht Aussagen anderer Menschen für deine Gesinnung oder deinen Vorteil, wenn du dich nicht selber davon überzeugt hast!" Soviel Aufrichtigkeit sollte noch in jedem von uns stecken ... wir haben schon zu viele Mitläufer ... Mit freundlichem Gruß, Gitti Ackerer aus Irschen

Brigitte Ackerer
11:22 - 22.04.2016
geschrieben auf www.steinfeld.newsantworten
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zum Thema "SCHLAGARTIG" sage ich: "EINZIGARTIG" ... ich war auch einer dieser Radfahrer ... sie luden mich ein, ich aß mit ihnen, und hurra, ich lebe noch - sie haben nicht mich gegrillt!!! ???

Brigitte Ackerer
15:23 - 22.04.2016
geschrieben auf www.steinfeld.newsantworten
walter widemair

Einen schönen Sonntag, Frau Ackerer! Sie scheinen wahrlich Talent zur Humoristin zu haben! Nachdem man Sie im Wald hinter dem „Rupertihof“ gottlob nicht gegrillt hat, erlaube ich mir, zur Realität zurückzukehren und Ihnen für Ihren Kommentar zu danken. Diesbezüglich habe ich Ihnen ein kleines Paket an persönlichen Gedanken zusammengestellt, das den Rahmen eines Kommentares allerdings sprengen würde. So habe ich einen neuen Bericht verfasst, der sich ausschließlich mit Ihren Darstellungen beschäftigt und uns beide, so hoffe ich, bald schon zu einer anregenden 4-Augen-Diskussion zueinanderführen sollte. Lesen Sie also den Bericht „Gerade deshalb...“

walter widemair
16:34 - 24.04.2016
geschrieben auf www.steinfeld.newsantworten