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von Walter Widemair am 11.04.2016 geschrieben
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Kopftuchträgerin - Skandal bei Sicherheitskontrolle

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„Schlepperkrimi im Flughafen“ ... Airport suspendiert IS-Sympathiesant“ ... „Geiselnehmer-Foto: Co-Pilot packt aus“ ... Schlagzeilen wie diese waren in den vergangenen Monaten an der Tagesordnung ... mitten drin ein Vorfall am Flughafen Wien, der mehr als nur Sorgen macht ... ein Protokoll der Marke „unfassbar".

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Vienna Airport ... Flughafen Wien Schwechat... 12. März 2016 (2 Monate nach einem Terroranschlag in Istanbul mit 12 Toten ... 1 Woche vor einem weiteren Anschlag in der historischen Millionenstadt mit 5 Toten) ... Sicherheitskontrolle vor dem Abflug der Maschine nach Istanbul ... Herr "Österreicher" wird ordnungsgemäß durch den Körperscanner geschickt, sein Gepäck durchleuchtet, er geht in Richtung Warteraum und hört plötzlich eine Beamtin sagen: "Die Dame möchte nicht durch den Scanner gehen, weil sie eine Kopfoperation hatte!" ... Herr Ö. dreht sich um und sieht eine Muslima mit hochgestecktem Kopftuch. Darunter vermutet er riesige Haargebilde, da die Kopfbedeckung auffallend große Ausmaße vorweist. Dann das Unglaubliche: ohne Diskussion wird die Muslima am Scanner vorbeigeführt und der Handpiepser geholt. Dabei wird die Dame durch die Beamten lediglich bis zum Hals kontrolliert, der Kopf bleibt völlig unbeachtet. Kein Tasten, nichts! Somit kann Madame - "mir nix, Dir nix" - in den Wartebereich gehen und gemeinsam mit Herrn Ö. die Maschine besteigen.

Vienna Airport ... Flughafen Wien Schwechat... die Kopftuchträgerin hat es geschafft und die Sicherheitskontrolle bewältigt ... Was unter dem Kopftuch war? ... Gewiss doch nur Haare! ... Oder Koks? ... Vielleicht aber ein Messer? ... Oder noch ganz was Anderes? ... Sagen kann das niemand, auch nicht Herr und Frau Security ... am Vienna Airport ... dem Flughafen Wien Schwechat ... dort, wo es hoffentlich nie so aussehen wird, wie noch vor Kurzem am Airport Brüssel-Zaventem.

Das geschilderte Ereignis ... kein Märchen, sondern die schaurige Dokumentation eines Vorfalles, den ein schon mehrere Jahre in der Türkei arbeitender Bekannter von mir am Flughafen in Wien erlebte. Dass man Fluggäste in türkischen Städten auf der Basis anderer "Methoden" visitiert, weiß mein Freund aus jahrelanger, eigener Erfahrung: "Bei der Kontrolle in Istanbul wirst du ordentlich unter die Lupe genommen! Bereits 5 Meter nach Betreten des Flughafengeländes kommt es zur ersten Kontrolle der Person und des Gepäcks durch schwerbewaffnete Beamte ... BEVOR es zum Check-in geht (!!!) ... und dann erst erfolgt die richtige, eigentliche Kontrolle. Dabei würden sie Dir am liebsten sogar noch unter die Zehennägel leuchten!"

Andere Länder, andere Sitten! ... Scheinbar! ... Doch um "Sitten" geht es hier nicht, sondern unser aller Sicherheit, um Gesetze und das hoffentlich baldige, endliche Aus für derart unverzeihbare Pflichtverletzungen. Ansonsten wird es dem Bösen auf der Welt weiterhin leicht gemacht ... und das zu Zeiten wie diesen ... in Situationen wie diesen ... in einem Land wie diesem ... unserer (Noch)Heimat Österreich!
Wem nützt es da, dass man bei den Vorschriften zur Fluggastkontrolle der VIAS (Vienna International Airport Security Services Ges.mbH) im Abschnitt "Wie komme ich bequem durch die Sicherheitskontrolle?" zu lesen bekommt:
Bitte legen Sie folgende Gegenstände ab:
-  Kopfbedeckungen
-  Halstuch, Schal
............................

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In wirklich ALLEN Fällen? - © Montage privat© Montage privat

In wirklich ALLEN Fällen?

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Hier sollte doch wohl auch die "Kopfbedeckung" unserer Dame im zitierten Vorfall gemeint gewesen sein, nicht?
Mehr als nur nebenbei sei hier angemerkt, dass man z. B. in Belgien erst durch einen offenen Brief der Polizeigewerkschaft wachgerüttelt wurde: "Demnach würden auf dem Flughafen Brüssel mindestens 50 mutmaßliche IS-Sympathiesanten der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in hochsensiblen Bereichen arbeiten - allesamt mit Zutrittsgenehmigungen ausgestattet, sie können sich auf dem ganzen Gelände praktisch frei bewegen.
Bis vor kurzem spazierte auch in Wien ein möglicher Dschihadist auf dem Flughafen Schwechat ein und aus."
(Papacek, Oliver/Budin Christoph: Airport suspendiert IS-Sympathisant. In: Kronenzeitung, 03. 04. 2016, S. 12 f.)

All das scheinen die bei uns Verantwortlichen im zuständigen Ministerium nicht unbedingt tragisch zu sehen:
Keine Kontrollen vor den Terminals
"Der Fall ist jedenfalls ein Indiz dafür, dass die Sicherheitsvorkehrungen auf den Flughäfen oberste Priorität genießen. In Wien wird es bis auf weiteres aber keine Kontrollen bei den Eingängen zu den Terminals -  also noch vor dem Check-in - geben, stellt das Innenministerium klar." (Ebd.)
Nicht unbedingt viel hoffnungsvoller stimmt ein vergleichbarer Bericht Ende März:
"Dutzende Bürger aus Sri Lanka vertrauten sich Schleppern an, deren Komplizen in sensiblen Sicherheitsbereichen im Flughafen Wien-Schwechat tätig waren. Die Flüchtlinge wurden so mit falschen Papieren an allen Kontrollen vorbei in den Flieger geschleust." (GROTTER, Peter: Schlepperkrimi im Flughafen. In: Kronenzeitung, 30. 03. 2016, S. 29)
"(...) Über eine Seitentüre, ohne die Kontrollen zu passieren, wurden die Flüchtlinge in den Check-in-Bereich gebracht. ... Dass sie zwar mit ihrem echten Pass unterwegs waren, ihre Bordkarte aber nicht dazu passte, die auf einen anderen Namen ausgestellt war, bemerkte niemand." (Ebd.)

Dabei ist von oberster Stelle rechtlich geregelt, wie man Leuten mit äußerst fraglichen Sonderwünschen wie jenen unserer "kopfoperierten Muslima" im Falle der Visitierung und auch Beschwerde bzw. Klage gegenüberzutreten hat. So hat der Europäische Gerichtshof in verschiedensten Fällen schon ganz klare Urteile gefällt: " Beschwerden von Sikhs oder Moslems, die sich bei Kontrollen bei Flughäfen weigern, ihren Turban oder Schleier abzunehmen, wurden zurückgewiesen. Sicherheit geht vor." (Grotter, Peter: Was hält Justitia vom Kopftuch? In. Kronenzeitung, 10. 04. 2016, S. 37)

... was man nur hoffen kann!"

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Ein Wegweiser, dessen Inhalt "Zukunft" haben muss!

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Walter Widemair
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