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von Roman Oberlojer am 05.03.2016 geschrieben
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Eher wird die Pallavicinirinne rollstuhlgerecht ausgebaut!

Der Großglockner mit einer Höhe von 3798 m - © Roman Oberlojer© Roman Oberlojer

Der Großglockner mit einer Höhe von 3798 m

Rollstuhlgerecht und Behindertengerecht ist früher die Pallavicinirinne am Großglockner ausgebaut, ehe die Gastronomie und Hotellerie es kapiert, welches Gästepotenzial in Menschen, Familien und Gruppen mit Behinderung schlummert.

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... nicht mal Gast bei der "Gast"  - © Roman Oberlojer© Roman Oberlojer

... nicht mal Gast bei der "Gast"

Der Tourismus kämpft am  fünfhundert Millionen- Markt  Europa um jeden einzelnen Gast, ein gutes Fünftel dieser Menschen  hat offiziell mit einer Behinderung zu tun. Für diese Interessensgruppe  gibt es so gut wie keine Angebote. Einrichtungen,  die die entsprechenden Voraussetzungen erfüllen,  haben einen Buchungsvorlauf bis zu zwei oder gar drei Jahren. Die Aufenthaltsdauer liegt im Schnitt bei 14 Tagen und mehr, nicht nur Einzelreisende, nein, ganze Familienverbände oder organisierte Gruppen verbringen die schönste Zeit im Jahr gemeinsam.

Was helfen die ganzen Vorschriften und Bestimmungen, wenn die Gastgeber mit ihren  Mitarbeitern nicht auf diese Menschen zu gehen. Ein Piktogramm  mit Rollstuhlsymbol reicht nicht, wenn eine Stufe im Eingangsbereich oder eine Toilette im Keller ohne Lift kaum überwindbare Hindernisse darstellen, wenn Eingangsbereich mit Blumentöpfen verstellt oder Tische mit dem Rollstuhl nicht unterfahrbar sind. Probieren sie doch einmal  im Rollstuhl sitzend ihre Jacke am obersten  Garderobehaken zu versorgen. Fahren sie mit einem Rollstuhl mit kleinen Rädern am Kiesweg vor dem Hotel oder auf holprigen Pflastersteinen. 

In die Pflicht gehört nicht nur der Gastronom genommen, auch der Architekt, Baumeister, Zimmerer, Fliesenleger, Installateur, Elektriker, Bodenleger, Tischler -  jeder ist zu diesem Thema gefordert.

Es geht nicht nur um Rollstühle, Gehör- oder Sehbehinderte oder Unfallopfer, denken sie an Mütter mit Kinderwagen, ihre nicht mehr ganz jungen Eltern oder Großeltern.

Nicht die Umsetzung von Normen steht im Vordergrund, sondern die Erfüllung von unterschiedlichen Bedürfnissen.  Wenn schon gebaut oder umgebaut wird, dann wenigstens richtig.

Die Gesellschaft sollte bereit sein, anzupacken und zu helfen. Schade nur, dass diese Gedanken in den Köpfen vieler Menschen ohne das Aufzwingen einer Norm nicht ankommen.

Kontakt

Roman Oberlojer
Busunternehmer mit rollstuhlgerechten Reisebussen und Kleinbussen

9754 Steinfeld, Radlach 38

E - Mail: oberlojer@direkt.at

Telefonkontakt: 04717 6161

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